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Das Schizma-Nissan Drama | Mobilitätsgarantie

Einige mögen es mitbekommen haben, dass letzte Woche das Konzert der bekannten polnischen Hardcore-Band „Schizma“, ausgefallen ist. Hier ein unglaublicher Bericht über den Grund dafür, was mit der Mobilitätsgarantie der Firma Nissan zu tun hat.

Schizma Plakat Konzert BerlinEs war der Tag vor dem Konzert im Berliner Club „Cassiopeia“, hier sollte die polnische Band Schizma am Sonntag, 17. März 2013 auftreten. Am Samstag also, spielte die Band noch im Süden der Republik, in Ravensburg. Doch das Auto machte schlapp und es folgte eine Anreihungen unglaublicher Vorfälle.

Nissan Van, Mobilitätsgarantie und kein Konzert in Berlin | Schizma

Die Band Schizma, die fünf Personen und einen Roadie beinhaltete – also 6 Personen, fuhr mit ihrem Nissan Primastar Van zur Location, wo sie auftreten sollten. Sie luden ihre Gerätschaften aus und alles schien nach Plan zu laufen. Warum auch nicht?! Man hatte sich extra von einem Bekannten in Polen einen neuen Van geliehen – eben diesen Nissan Primastar. Dieser war ein Neuwagen und fiel noch unter die Neuwagen-Garantie, dazu gehört auch, dass man eine Mobilitätsgarantie hat.

Als man nun alles ausgeladen hatte, wollte man den Wagen auf den Parkplatz fahren, doch plötzlich sprang der Nissan Van nicht mehr an. Es klang so als würde der Van keinen Sprit bekommen, doch es war noch genug im Tank. Dennoch organisierte man einige Kanister mit Diesel, doch auch dieser Plan schlug fehl.

Das Konzert war ein voller Erfolg, das Publikum in Ravensburg erfüllte die Hoffnung der Band und andersherum. Doch nach dem Konzert war klar, das Auto ist kaputt und kann nicht mehr bewegt werden. Ein Freund der Band vor Ort rief nun Nissan Pan Europe an, da diese Telefonnummer auftauchte, wenn man bei Google mit den Begriffen „Nissan“ und „Notruf“ sucht. Die angezeigte Nummer, war eben die von Nissan Pan Europe. Das klingt überzeugend und macht Sinn, dass man diese Nummer anruft, doch das sollte noch Probleme geben.

Pan Europe ist eine von Nissan Deutschland beauftragte Firma, die für die Abwicklung der Mobilitätsgarantie zuständig ist.

Nissans Garantie und die Probleme beginnen…

Das Auto wurde vom ADAC zum nächstgelegenen Nissan Händler abgeschleppt, der Nissan Pan Europe Service teilte mit, dass man alle Kosten für einen Rücktransport übernehmen würde. Das Problem sei allerdings, dass man am Sonntag keinen Van organisieren könne und so sollte die Band bis Montag warten. Damit war auch klar, dass das Konzert in Berlin ausfallen musste.

Mit einem Taxi, das man zunächst selbst bezahlen musste, fuhren die sechs Jungs aus Polen zu einem Freund aus der Gegend, wo sie auch kostenlos unterkamen. Der Sonntag verging mit Telefonaten mit dem Van Besitzer und Nissan Polen. Der Eigentümer des Nissan Vans machte sich zunächst keine Sorgen, da sich der Van noch innerhalb der 3jährigen genannten Garantie befand.

Doch Nissan Polen antwortete sinngemäß mit den Worten: Wir können gar nichts machen, da Nissan Deutschland bereits die Finger im Spiel hatte. Auf Seite 9 des Vertrags steht, dass man eine Nummer in Polen für Nissan anrufen müsse, wenn man im Ausland ist. Dies hat der Freund aus Deutschland nicht getan, sondern die Nummer Nissan in Deutschland angerufen. Somit hatte sich Nissan Polen schön rausgehalten.

Schizma und der Rücktransport

Da das Konzert in Berlin nicht mehr machbar war, wollten die Bandmitglieder nun zurück nach Polen. Doch das Auto hatte wohl schwerwiegendere Probleme, als gedacht. Am Montagmorgen wurde das Auto angesehen und der Fehlerspeicher konnte nicht ausgelesen werden, da der Nissan System Probleme machte. Die Hoffnung, dass man mit diesem Van zurückkommen würde, sank von Stunde zu Stunde.

Die Schwierigkeit bestand aus drei Punkten: 1. Es waren 6 Personen; 2. Man hatte auch das ganze Equipment, wie Gitarren, Boxen, Merchandise, Gepäck, etc. Und zu guter Letzt: Man wollte zurück nach Polen! Schließlich sind alle Mitglieder von Schizma arbeitstätig und sollten am Montagmorgen zur Arbeit.

Nissan versprach also, dass wenn das Auto nicht schnell repariert werden könne, man die Rückfahrt ermöglichen würde.

Nissans Vertragswerkstatt und die vielen Telefonnummern

In der Werkstatt von Nissan war man sehr bemüht und telefonierte mit der Nissan Notrufhotline, eine andere Nummer als jene, mit denen man bisher telefoniert hatte. Doch die Antworten von Nissan wanderten von ja, Garantie da bis „das ist ja aber ein polnisches Auto, da ist Nissan Polen zuständig“. Letzteres war dann auch die finale Antwort, die Schizma via Nissans Vertragswerkstatt von Nissans Notrufzentrale erhalten hatte. Nissan in Polen sagte jedoch, dass Nissan Deutschland zuständig sei.

Der Wagen indes hatte nicht nur Software Probleme, sondern es wurde auch klar, dass es bei diesem Fahrzeugmodell einen Rückruf gab, da das Einspritzsystem eventuell nicht richtig funktionieren könne und man dies auswechseln müsse. Es wurde also klar, dass das Auto zumindest die Woche über noch nicht fahren würde.

Am Montagabend, nach dem man die widersprüchlichsten Aussagen hatte und wieder bei dem Freund unterkam, rief man erneut Nissans Pan Europe Service an. Die Frustration war schon hoch, denn die Bandmitglieder hatten auch ihre Jobs und ihnen entging an jedem Tag Arbeitslohn. Und immer fraglicher wurde, ob Nissan den Rücktransport bezahlen würde. Und auch ob man das Geld vorstrecken müsse, was ein weiteres Problem darstellte. Denn für den Auftritt bekam man nicht so viel Geld, als dass man hiermit 6 Personen samt Equipment zurücktransportieren könnte.

Kosten und Rücktransport nach Polen

Bei Nissans Pan Europe Service hieß es dann, man hätte sich schon mittags melden sollen. Dann wären sie schon unterwegs, zurück nach Polen. Doch dann kam der erlösende Rückruf von Nissan Pan Europe: Morgen um 9 Uhr 30 solle man bei Avis in Ravensburg sein, es stehen zwei Autos bereit, mit denen zumindest die Personen zurück nach Polen kommen könnten.

Alles hatte sich bereit gemacht und man fuhr zu Avis nach Ravensburg, um zumindest zurück zur Arbeit in Polen zu kommen. Ein weiteres Konzert in Polen am Wochenende danach war unwahrscheinlich geworden.

Avis und die Polensituation

Karte Einfuhrverbot Autos - map of discriminationBei Avis angekommen, konnte man die Autos doch nicht erhalten. „Autos nach Polen, dürfen wir kategorisch nicht herausgeben“, hieß es! Man verwies auf eine Karte, die der Sänger der Band sehr treffend als „Map of discrimination“ betitelte. Dernach kann man eigentlich nur im deutschsprachigen Raum ein Auto ohne weiteres mitnehmen. Nicht mal Frankreich oder die Niederlande sind ohne weiteres mit einem Mietwagen befahrbar.

Als man dann bei Nissan PAN Europe anrief, konnten diese auch nichts mehr machen, man könne ja nicht die AGBs ihrer Kooperationspartner ändern.

Nissans Pan Europe Service versuchte nun einen Van zu organisieren, doch der einzige Van, den man haben konnte war von Europcar, mit denen Nissan aber keinen Kooperationsvertrag hatte. Ein weiteres Problem wäre gewesen, dass man zwar nach Polen fahren dürfe, aber das Auto dort nicht abgeben dürfe (ob das korrekt ist, ist auch zu bezweifeln).

Das Problem war nicht gelöst, trotz Garantie der Mobilität. Doch es ging weiter, man müsse außerdem bei Europcar die Auslagen vorstrecken, was einfach nicht möglich war.

Damit endete die Mobilitätsgarantie, genauer genommen an der polnischen Grenze. Nach langem Hin- und Her wurde klar, man bekommt in der ganzen Region kein Fahrzeug, das man mit nach Polen nehmen kann! So musste man sich darauf einigen, dass man mit den Autos von Avis bis nach Frankfurt/Oder fährt und von dort, aus Polen abgeholt werden würde. Obwohl man dies – so Nissan Pan Europe Service – kommuniziert hatte und der Band versprach mit den Autos nach Hause, also Polen zu kommen. Man hatte die Leute einbestellt und stand einem leeren Versprechen gegenüber, einer inhaltslosen Mobilitätsgarantie.

Auf Nachfrage der Beteiligten, ist so etwas noch nie vorgekommen. Für mich ist die Erkenntnis der Geschichte, dass man mit Neuwagen, besser nicht ins Ausland fahren dürfe. Ironischer Weise war eines der Autos, mit denen die Band dann die 1.200 Kilometer lange Rückreise antrat, ein Nissan. Doch letztendlich kamen sie an, nach einer Odyssee mit dem Nissan Pan Europe Service.

Und man musste einen Vertrag unterzeichnen, bei dem es heißt:

… ich erkenne an, dass die Leistung zunächst ohne Anerkennung einer  Rechtspflicht und unter dem Vorbehalt jederzeitigen Rückforderung erbracht wird.

– nach all den widersprüchlichen Aussagen von Nissan in diesem Fall, machte das nicht gerade Mut.

Die Kosten wurden zwar von Nissan übernommen, aber die Kaution für die Autos musste man dennoch vorstrecken, also 300 Euro. Dies ist darin begründet, dass der Mieter des Wagens, diesen ja unbetankt abgeben könne und dafür würde Nissan nicht haften. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass man Bezingeld bekomme ist gering. Obwohl man ja nochmal nach Ravensburg muss, wenn der Van repariert wurde, man also zweimal Benzin bezahlen muss!

Inzwischen ist klar, dass Nissan die Autoreparatur bezahlen wird und das wird nicht billig, denn es muss ein neuer Motor eingebaut werden.

Bleibt zu hoffen, dass alle Auslagen von Schizma mit Verdienstausfall von PAN Europe übernommen werden.

Dazu gehören, wie teilweise schon beschrieben,

  • Taxifahrt vom Konzert in Ravensburg zur Unterkunft
  • Taxifahrt von der Unterkunft zum Autovermieter
  • Telefonkosten für etliche nach Polen geführte Gespräche
  • Kaution für die Mietwägen
  • Übernachtungskosten für 18 Übernachtungen mit Vollpension
  • ausgefallener Verdienst beim Konzert in Berlin am 17.03.2013
  • Abholung der Band an der deutsch-polnischen Landesgrenze in Frankfurt / Oder
  • Arbeitsausfall für Montag – Mittwoch für alle 6 Bandmitglieder

Schizma Myspace Auftritt

Homepage des Nissan Pan Europe Service.

6 Responses

  1. Heinz 26. März 2013 at 12:33 #

    Ich würd ja sagen, die Moral der Geschicht‘ ist, dass man keen Nissan kauft. Aber wirklich krass schade für die band, hätt sie mir auch angeschaut! Hoffe die kommen bald mal wieder nach Berlin, weißt da was?

  2. Heinz 26. März 2013 at 12:33 #

    Ich würd ja sagen, die Moral der Geschicht‘ ist, dass man keen Nissan kauft. Aber wirklich krass schade für die band, hätt sie mir auch angeschaut! Hoffe die kommen bald mal wieder nach Berlin, weißt da was?

  3. David 26. März 2013 at 16:08 #

    Nee, leider keine Ahnung…

  4. David 26. März 2013 at 16:08 #

    Nee, leider keine Ahnung…

  5. rakf 27. März 2013 at 21:03 #

    ich würd die verklagen, bis ich n neues auto krieg!

  6. rakf 27. März 2013 at 21:03 #

    ich würd die verklagen, bis ich n neues auto krieg!

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